24. Juli 2025

38 Staatlich geprüfte Techniker feierlich verabschiedet

Nach einem zweijährigen Vollzeitunterricht erhielten fünf Absolventinnen und 33 Absolventen in der Aula der Joseph-von-Fraunhofer-Schule ihre Zeugnisse und  Urkunden als Staatlich geprüfte Elektrotechniker bzw.  als Staatlich geprüfte Maschinenbautechniker.

Sie tragen nun zusätzlich die Berufsbezeichnung „Bachelor Professional“. Diese ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wie der Bachelor einer Hochschule oder Universität der Stufe 6 zugeordnet.

Schulleiterin Hermine Eckl freute sich bei ihrer Begrüßung über die vielen Gäste – besonders die zahlreichen Angehörigen, die die jungen Technikerinnen und Techniker zu diesem wichtigen Termin begleiteten. Bei allen Herausforderungen in diesen zwei Jahren, könnten die nun erfolgreichen Absolventen nun mit Selbstbewusstsein sagen „Gut, dass ich es mir zugetraut habe“. Sie hätten mit diesem Abschluss ihren beruflichen Wert gesteigert und in den zwei Vollzeitjahren auch ihre Persönlichkeit weiterentwickelt – für eine angehende Führungskraft ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Fachlich wie persönlich sollten sie nun eine gute Grundlage haben, um als „Macher“ in die Wirtschaft zurück zu kehren. Und das seit 10 Jahren auch im Bereich Maschinenbautechnik. 2015 entschied sich der Sachaufwandsträger, der Berufsschulverband Straubing-Bogen, auf Initiative des damaligen Schulleiters der Berufsschule I Straubing, OStD a.D. Johann Dilger, für die Einrichtung einer kommunalen Fachschule für Maschinenbautechnik. Diese wurde laut Hermine Eckl ein Erfolgsmodell. Die alle zwei Jahre beginnenden Eingangsklassen sind voll ausgelastet – für das kommende Schuljahr liegen wieder 30 Anmeldungen vor und die Absolventen sind bei den Betrieben der Region gefragt.

Reinhard Dilger, ein Absolvent der ersten Stunde und Simon Hack, ein Absolvent des aktuellen Jahrgangs gaben zusammen mit dem fachlichen Leiter Andreas Henle, einen Rückblick über 10 Jahre kommunale Fachschule für Maschinenbautechnik.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Werner Schäfer, dass es genau diese jungen Menschen mit technischem Expertenwissen sind, die für die Herausforderungen der Zukunft benötigt werden. Er legte den Absolventen nahe, sich ein Beispiel an Joseph von Fraunhofer zu nehmen, der es verstand, Theorie und Praxis in technischen Innovationen zu vereinen.

Eingeführt wurde die Überreichung der Zeugnisse und Urkunde jeweils von den fachlichen Leitern der beiden Technikerschulen, die nachdenklich wie amüsant einen positiven Rückblick auf die vergangenen beiden Schuljahre gaben.

Den Technikerabschluss im Bereich Elektrotechnik erreichten 13 Absolventen und eine Absolventin, 20 junge Männer und vier junge Frauen den Technikerabschluss im Bereich Maschinenbautechnik.

Aus beiden Schulen legten insgesamt neun Absolventen freiwillig die Prüfung zur Fachhochschulreife erfolgreich ab. Die neun Prüfungsbesten erhielten den Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung, die jeweils Klassenbesten zusätzlich den Verbandspreis des Berufsschulverbands Straubing-Bogen. Acht Absolventen der Fachschule für Elektrotechnik wurde zusätzlich der Europass für die Teilnahme an einer Erasmus-Mobilität nach Wien verliehen.

Stilvoll und professionell umrahmte das Duo „Zu Zwoat“ mit Max Artmeier und Anton Zitzelsberger die Feier.

Die Träger der Meister- und Verbandspreise (von rechts Michael Huber, Robert Bast, Tim Britzki, Adrian Hölzl, Dennis Bauer, Andreas Trautinger, Lisa Köglmeier, Stefan Baier, Katja Bogenberger) zusammen mit Schulleiterin Hermine Eckl,  Bürgermeister Werner  Schäfer, stellv. Landrat Andreas Aichinger, fachl. Leiter TKM Andreas Henle und fachl. Leiter TKE Elmar Lanzinger

Das kann uns die Absolventin Lisa Köglmeier berichten:

Meine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin absolvierte ich bei der Firma VTA GmbH & Co. KG in Niederwinkling. Anschließend war ich dort vier Jahre lang als Gesellin tätig, bevor ich die Weiterbildung zur Staatlich geprüften Maschinenbautechnikerin begann. 

Im Rahmen dieser Weiterbildung erwarb ich auch den AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder) und die Fachhochschulreife.

Als Maschinenbautechnikerin habe ich nun unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten im technischen Bereich. Ich blicke auf zwei intensive, lehrreiche und persönlich bereichernde Jahre zurück. Allen Frauen, die mit dem Gedanken spielen, eine Technikerweiterbildung zu absolvieren, kann ich nur raten: Geht es mutig an – es lohnt sich!